Glossar: Wörter, die dir begegnen werden
Das Sozialsystem redet in Fachwörtern. Hier steht, was sie wirklich bedeuten — damit dich am Telefon oder am Schalter nichts überrumpelt.
Eine Stelle, die zuerst klärt, was du brauchst, und dich dann an die richtige Stelle weiterschickt. Dort wird nichts behandelt — nur sortiert. hülf:me macht genau das, nur online.
Deine Krankenversicherungskarte. Viele Stellen wollen sie sehen — aber nicht alle brauchen sie. Bei jedem Eintrag steht, ob sie nötig ist. Keine e-card zu haben ist nie ein Grund, nicht hinzugehen.
Eine Einrichtung, in die du hingehst und danach wieder heimgehst — kein Spital, du bleibst nicht über Nacht.
Ein Zettel von einer Ärztin oder einem Arzt, damit eine andere Stelle dich nimmt. Manche Stellen brauchen sie, viele nicht. Steht bei jedem Eintrag dabei.
Manche Berufe müssen handeln, wenn sie von einer akuten Gefahr erfahren — z. B. die Rettung rufen. Seriöse Stellen sagen dir das, bevor du erzählst. Bei uns steht es bei jedem Eintrag unter „Gut zu wissen".
Beraterinnen, Ärzte, Sozialarbeiter dürfen nicht weitererzählen, was du ihnen sagst — auch nicht deinen Eltern oder der Polizei. Ausnahme: akute Gefahr (siehe Meldepflicht).
Ein Ort, an dem du heute Nacht schlafen kannst, ohne Anmeldung und ohne Papiere. Meist ab dem Abend offen. Keine Dauerlösung, aber ein sicherer Anfang.
Der erste Termin. Meist: kurz warten, dann ein Gespräch unter vier Augen. Du musst nichts mitbringen außer dir — und du bestimmst, was du erzählst.
Wenn die Krankenkasse oder die Stadt zahlt statt du. Muss oft beantragt werden — die Stelle hilft dir beim Antrag, das ist Teil ihrer Arbeit.
Du musst deinen Namen nicht sagen. „Anonym" bei uns heißt wirklich anonym: kein Konto, keine Registrierung, kein Rückruf, den du nicht willst.
